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11. Juli 2016 | 8:25

MX City setzt jetzt auf einen Stufe-IV-Motor

Beim erstmals auf der Bauma präsentierten neuen MX-City-Bagger mit einem Motor gemäß der Emissionsstufe IV setzt Hydrema auf eine Entwicklung aus dem Hause Cummins. Dieser Motoren-Hersteller habe bereits die Stufe III/B mit einem DOC-Kat erfüllt und könne jetzt die Stufe Tier IV Final ebenfalls nur mit dem ­Dieselzusatzstoff Adblue ohne Ruß­partikelfilter erfüllen, wie der für Deutschland zuständige Hydrema-Vertriebsleiter Martin Werthenbach erläutert. »Wenn schon die Tier-III/B-Maschine eine tolle Maschine gewesen ist, die Tier-IV-Maschine lässt nun keine Wünsche mehr offen«, ist Werthenbach auch dank weiterer Optimierungen überzeugt.

Da neben dem Einfüllstutzen für den Dieseltank auch der Adblue-Tank von oben befüllt wird, wurde die letzte Trittstufe der serienmäßigen Leiter für einen sicheren Halt etwas breiter gestaltet. © Michael Wulf

Da neben dem Einfüllstutzen für den Dieseltank auch der Adblue-Tank von oben befüllt wird, wurde die letzte Trittstufe der serienmäßigen Leiter für einen sicheren Halt etwas breiter gestaltet. © Michael Wulf

Bei der Vorstellung der MX-Baureihe vor drei Jahren war es Hydrema wichtig gewesen, keinen Rußpartikelfilter zu benötigen. »Hier sehen wir einen enormen Kosten- und Betriebsvorteil für den Kunden, denn ein zusätzlicher Rußpartikelfilter, der irgendwann einmal auch ausgetauscht werden muss, kostet zusätzliches Geld bei der Erst­anschaffung wie auch bei einer ­späteren Ersatzinvestition«, unterstreicht Werthenbach. Außerdem beeinflusse er den Betrieb der Maschine, denn bis zum endgültigen Austausch müsse der Filter immer wieder »freigebrannt« werden. Auch aus diesem Grund habe sich Hydrema für Cummins nach der Stufe III/B mit einem DOC-Kat jetzt für die Stufe Tier IV Final entschieden. »Cummins’ Ansatz setze mit Adblue auf einen Dieselzusatzstoff, und benötige keinen Rußpartikelfilter«.
Veränderte Technik
Die Maximalleistung bleibt gleich, aber durch eine Leistungserhöhung von 10 % bei 1 500 min⁻¹ arbeitet der Motor nun effektiver bei niedrigerer Umdrehung. »Mit erreichten 146 PS bei dieser Drehzahl haben wir die gleiche oder sogar höhere Leistung bei niedriger Umdrehung, als viele andere Wettbewerber in der Klasse von 14 t bis 16 t bei ihrer Nennleistung haben. Die Möglichkeit, bei 1 500 Umdrehungen zu arbeiten, bedeutet auch 6 % geringeren Kraftstoffverbrauch als bei maximaler Drehzahl von 2 200«, so Werthenbach. Hydrema hat sich in der neuen Maschine für vorgewählte Drehzahlstufen entschieden. Gestartet wird die Maschine immer im Silent-Mode bei 1 500 min⁻¹. Der Fahrer kann zudem noch den City-Mode mit 1 700 min⁻¹, Standard-Mode mit 2 000 min⁻¹ oder Power-Mode mit maximalen 2 200 min⁻¹ wählen. Die Funktionen stehen auch über den manuellen und den automatischen Speed-Up zur Verfügung. »Ebenfalls lassen sich die hydraulischen Leistungen um 33 % bzw. 66 % reduzieren, sodass die Maschine bei Bedarf sehr feinfühlig zu Werke geht«, betont Werthenbach.

Hydrema-Martin-Werthenbach-11Wenn schon die Tier-III/B-Maschine eine tolle Maschine gewesen ist, die Tier-IV-Maschine lässt nun keine Wünsche mehr offen.«
Martin Werthenbach, Hydrema-Vertriebsleiter Deutschland

 

 

Die Werkzeugkisten im Unterwagen zählen auf beiden Seiten zum Serienumfang. © Michael Wulf

Die Werkzeugkisten im
Unterwagen zählen auf beiden Seiten zum Serienumfang. © Michael Wulf

Auch der zusätzliche größere Monitor für die Kameras zählt jetzt zur Standardausstattung. Die Menüführung im Hauptmonitor wurde optimiert, die speicherbaren Anbaugeräte können jetzt mit individuellen Namen hinterlegt werden, und zahlreiche Maschineneinstellungen verfügen nun über eine Memory-Funktion. Die Roto-Tilt-Funktionen können durch den Service auf Kundenwünsche eingestellt werden. Hydrema bietet werkseitig jetzt zudem die Schnellwechselsysteme von ­Engcon, Lehnhoff und OilQuick an.