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28. November 2016 | 17:00

Aus alt mach neu

Will man mit den vorhandenen und nicht unbegrenzt verfügbaren Ressourcen verantwortungsvoll umgehen, führt im Straßenbau kein Weg am Asphalt-Recycling vorbei. Die Recycling-Zugabequote kann deutlich gesteigert werden – je nach Qualität auf über 90 %, davon ist Benninghoven überzeugt. Das Wirtgen-Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Aktuell setzen die Spezialisten aus Mülheim an der Mosel mit ihrer Gegenstrom-Technik entscheidende Akzente, um die für das Recycling-Material maßgebliche Verarbeitungstemperatur von 160 °C mit begrenzten Emissionswerten und mit hoher Energieeffizienz zu erreichen.

Der Brenner fährt auf seinem Fahrgestell, je nach Betriebszustand automatisch vor und zurück. Im Nachgang hierzu fährt eine Abschottung ein- bzw. aus. Dieses Prozedere ist speziell dafür entwickelt worden, damit nach dem Ausschalten der Feuerung die Einbauteile im Inneren des Brenners keinen Schaden erleiden. Durch die Kaminwirkung und damit verbunden durch die aufsteigende heiße Luft aus der Recycling-Trockentrommel wäre der Brenner ohne diese Abschottung nicht geschützt. Wird der Brenner wieder gestartet, fährt die Abschottung aus und die gesamte Einheit wieder in die Betriebsstellung. © BENNINGHOVEN

Der Brenner fährt auf seinem Fahrgestell, je nach Betriebszustand automatisch vor und zurück. Im Nachgang hierzu fährt eine Abschottung ein- bzw. aus. Dieses Prozedere ist speziell dafür entwickelt worden, damit nach dem Ausschalten der Feuerung die Einbauteile im Inneren des Brenners keinen Schaden erleiden. Durch die Kaminwirkung und damit verbunden durch die aufsteigende heiße Luft aus der Recycling-Trockentrommel wäre der Brenner ohne diese Abschottung nicht geschützt. Wird der Brenner wieder gestartet, fährt die Abschottung aus und die gesamte Einheit wieder in die Betriebsstellung. © BENNINGHOVEN

Als umweltfreundliche, zukunfts- und investitions­sichere Lösung setzt Benning­hoven auf den Heißgaserzeuger. Dabei wird das Recycling-Mate­rial – wie Weißmineral auch – durch einen EVO-JET-Brenner erhitzt, jedoch nicht im Gleichstromverfahren, bei dem das ­Material in der gleichen Richtung zur Wärmeerzeugung fließt, sondern indirekt in einer Paralleltrommel im Gegenstromverfahren. Je nach Qualität des verwendeten Recycling-Mate­rials werden dadurch selbst­ ­Zugabemengen von über 90 % möglich.

Energieeffizient und umweltfreundlich
Im Gegensatz zu klassischen Recycling-Paralleltrommeln werden durch die indirekte Heißgas­erwärmung Paralleltrommeln im Gegenstrom eingesetzt, durch die das Material entgegen der Wärmequelle gefördert wird. Dadurch entspricht die Auslauftemperatur von 160 °C der weiteren Verarbeitungstemperatur, die Abgastemperatur beträgt lediglich etwa 100 °C, liegt aber über dem Taupunkt. Hierdurch ergeben sich nach Anbieterangaben verfahrensbedingt zentrale Vorteile für die Betreiber von Asphaltmischanlagen: Bei der klassischen Recycling-Zugabe im Gleichstromprinzip ist die Temperatur durch die entstehenden Abgasemissionen auf 130 °C beschränkt, die Abgastemperaturen liegen jedoch physikalisch bedingt darüber, was zu erhöhtem Energieverbrauch und höherer Belastung der Entstaubung führt. Um eine Mischguttemperatur von 160 °C zu erreichen, muss Weißmineral überhitzt gefahren werden.
Der EVO-JET-Brenner kann wie gewohnt mit unterschiedlichen Brennstoffen befeuert werden und liefert die nötige Wärmeenergie, die zur Trocknung und Erwärmung der RecyclingMaterialien erforderlich ist. Die erzeugte heiße Luft wird ebenfalls im Gegenstromprinzip mit der Umluft intensiv vermischt. Dabei werden, so Benninghoven, die Kohlenwasserstoffe (Cges), die aus der Umluft stammen, nahezu vollständig eliminiert. Der Heißgaserzeuger gelte somit als wirkungsvoller Beitrag zu Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und aktivem Umweltschutz.