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21. April 2018 | 8:00

Das »Original« minimalistisch und futuristisch präsentiert

Mit einer Vielzahl an Neuheiten und Innovationen sowie einem ganz neuen und außergewöhnlichen Messestandkonzept hat sich RENOLIT, dessen Hochleistungsfolien seit Beginn der 1980-er Jahre Kunststoffprofile für Fenster, Türen und Tore schützen, auf der Fensterbau Frontale in Nürnberg präsentiert.

Im Zentrum standen dabei die neue dreidimensionale Prägung VLF für authentische Holzdekore, ein neues Beschichtungssystem für vorgehängte hinterlüftete Fassadenelemente sowie die ­teilweise mehr als verdoppelten Gewährleistungsfristen für RENOLIT EXOFOL-Produkte, »den Originalen unter den Hoch­leistungsbeschichtungen«, wie Marketingleiterin Sibylle Kahl betonte. »Mit unserem minimalistischen und futuristischen ­Messekonzept haben wir diesem Original eine Bühne gebaut und damit neue Wege in der Präsentation beschritten.«

Damit Fensterprofile nicht nur wie Holz aussehen, sondern sich auch so anfühlen, hat ­RENOLIT die dreidimensionale Prägung VLF entwickelt. Die tiefe, bewegte Holzstruktur mit stark variierendem Faserverlauf erzeugt die lebendige Optik einer gebürsteten und sandgestrahlten Oberfläche. Trotz ihrer anspruchsvollen Topografie ist VLF – ganz im Sinne des Originals – sehr robust, wie Franz Josef Weber, Produktmanager im Geschäftsbereich RENOLIT EXTERIOR, erläutert: »Wir haben die sehr matte und gleichmäßige Haptik mit bewährter Kratzfestigkeit verbunden.«

Von natürlich bis edel
VLF wirke sehr natürlich und sei deshalb der passende Partner für alle trendigen Harthölzer, so Franz Josef Weber. Und weil der Trend zur Eiche ungebrochen ist, hat das Unternehmen die neue Prägung in vier verschiedenen Dekoren mit nach Nürnberg gebracht. Ganz im Zeichen des natürlichen Holzes steht das helle Eichedekor »Ginger Oak«, während die dunkle »Amaranth Oak« das andere Ende der Farbskala verkörpert, heißt es bei RENOLIT. Dazwischen liegt »Honey Oak« – ein Dekor, das besondere Wärme ausstrahlt. Die gebleichte »Weißbach Eiche« wirke mit ihrem leichten Grauschimmer dagegen eher distanziert und zurückhaltend.
Eines haben alle Dekore allerdings gemeinsam: ihr authentisches Erscheinungsbild und einen dezenten Silberschimmer, der je nach Blickrichtung variiert und sie in ein edles Licht taucht. In Verbindung mit Unifarben liegt die VLF-Prägung ganz auf der Linie moderner Architektur und erinnert an frisch gestrichenes Massivholz. Sechs verschiedene Unifarben haben auf der Fensterbau Frontale den Variantenreichtum dieser Oberfläche veranschaulicht, darunter Weiß, Cremeweiß, Dunkelgrün, Grau und Anthrazitgrau.
Betont »stylisch« dagegen tritt die Prägung »Ulti-Matt« auf. »Ein Glanzgrad zwischen 1,0 und 3,5 verleiht der Oberfläche ein nahezu samtiges Aussehen«, betonte Leon James, Product Manager am englischen RENOLIT-Standort Cramlington und für die Entwicklung der Prägung verantwortlich, die die Hochleistungsfolie RENOLIT EXOFOL PX zu einer Alternative zur Pulverlackbeschichtung macht. Die Ausstrahlung von »Ulti-Matt« war in Nürnberg in Verbindung mit den Farbstellungen Weiß, Cremeweiß und Anthrazitgrau sowie mit dem neuen Tiefschwarz »BlackQ« zu sehen. Dieser Farbton wurde darüber hinaus auch mit der neuen Prägung VLF und mit der klassischen Holzpore kombiniert. Eine Simulation in übergroßem Format demonstrierte die Vielfalt an Farben und Dekoren für Fensterprofile in Abstimmung mit Fassadenoberflächen und -farben.

»Mit unserem Messeauftritt auf der Fensterbau Frontale haben wir viele Besucher überrascht und unsere Hauptziele erreicht: Aufmerksamkeit generieren, für Gesprächsstoff sorgen und in positiver Erinnerung bleiben. Mit Besuchern aus nahezu 60 Ländern ging es bei uns sehr international zu.«
Sibylle Kahl
Marketingleiterin
RENOLIT EXTERIOR

Premiere für Profi-Lackstift
Mit dem RENOLIT EXOFOL Profi-Lackstift hat in Nürnberg ein kleines, aber für die Fensterfertigung wichtiges Utensil Premiere gefeiert. Damit lassen sich die Schweißnähte an den Gehrungen den Folien­oberflächen exakt anpassen. »Mit unseren Serviceprodukten vom Originalhersteller bieten wir den Kunden zusätzliche Sicherheit«, sagt Harald Neunzehn, Leiter des RENOLIT-­Folienservice, der auch den ­RENOLIT EXOFOL-Profireiniger anbietet.

Ganz in Weiß gehalten und über größtenteils unsichtbare Lichtquellen perfekt ausgeleuchtet, dominierten zurückhaltende Oberflächen die minimalistische und futuristische Architektur des RENOLIT-Messestandes. © baustoffPARTNER/Jan Rieken

Neues Beschichtungssystem
Zur Fassade gehören sie ja alle: das Fenster, die Tür, die Wand oder ihre Verkleidung. Was liegt also näher, als ein Beschichtungssystem, das sich seit über 30 Jahren im Fensterbereich bewährt hat, für die Anwendung im Fassadenbereich weiter zu entwickeln? »RENOLIT beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit diesem Thema. Um die vorhandenen Erkenntnisse zu bündeln und die weitere Umsetzung voranzutreiben, haben wir vor zwei Jahren ein entsprechendes Entwicklungsprojekt gestartet«, sagt dazu Stefan Friedrich, Geschäftsbereichsleiter RENOLIT ­EXTERIOR.­ Die Projektorganisation hat vor zwei Jahren Rainer Langner übernommen, unter dessen Federführung ein Kooperationsprojekt mit einem Hersteller von Fassadenbekleidungen konkrete Formen angenommen hat. »Wir konzentrieren uns zunächst auf die Entwicklung von Elementen aus Aluminium für vorgehängte hinterlüftete Fassaden«, so Rainer Langner und erklärt die Gründe dafür: »Zum einen sehen wir für dieses Konzept die besten Entwicklungschancen, zum anderen eignen sich unsere bestehenden Beschichtungssysteme bevorzugt für den Einsatz auf glatten, tragfähigen Oberflächen.« Weshalb die Wormser Oberflächenspezialisten bereits im Februar 2017 dem Fachverband FVHF beigetreten sind.

Große Gestaltungsfreiheit
Mithilfe des neuen Beschichtungssystems will RENOLIT Fassadenkassetten und Sidings auch für kleinere Hochbauprojekte wie Ein- oder Zweifamilienhäuser interessant machen. »Es lassen sich damit auch kleinere Farb- und Dekorlosgrößen von weniger als 500 m² wirtschaftlich umsetzen, und zugleich gewährt das System größtmögliche Gestaltungsvielfalt, beispielsweise durch Akzentuierungen«, skizziert Projektleiter Rainer Langner die Stärken. Hinzu kämen die bewährten Langzeitqualitäten der RENOLIT-Produkte: Ihre Jahrzehnte überdauernde Farbstabilität sei legendär, Farben wie Dekore mit hundertprozentiger Genauigkeit reproduzierbar – und damit Reparaturen oder Anbauten auch nach vielen Jahren problemlos möglich. In Verbindung mit geringem Reinigungs- und Wartungsaufwand ergeben sich so robuste Fassadenlösungen mit ausgeprägten Langzeitqualitäten.

Mit dem neuen Profi-Lackstift RENOLIT EXOFOL lassen sich die Schweißnähte an den Gehrungen den Folien­oberflächen exakt anpassen. © Renolit

Längere Gewährleistung
Eine weitere Neuigkeit bei ­RENOLIT ist, dass das Traditionsunternehmen seine traditionell schon großzügigen Gewährleistungsfristen nochmals verlängert. »Für unser Spitzenprodukt RENOLIT ­EXOFOL FX beträgt die Gewährleistung jetzt einheitlich 20 Jahre, und das weltweit für alle Ländergruppen«, so Geschäftsbereichsleiter Stefan Friedrich. Die neuen Fristen basieren auf Testergebnissen, die das Unternehmen über Jahre hinweg sowohl im Labor, als auch unter natürlichen Bedingungen gesammelt hat. Bewertet werden sie anhand der Prüfbestimmungen der Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme für das RAL-Gütezeichen 716, die einen erfolgreich bestandenen Bewitterungstest nach M20 vorschreiben: eine schadlose Energieaufnahme von 20 GJ/m², was eine Bestrahlung mit Xenon-Licht von rund 10 000 Stunden bedeutet.

Physikalischer Fingerabdruck
Weil die optische Qualität von Plagiaten immer besser wird – erst recht dann, wenn dieser Unterschied noch nach zwanzig oder mehr Jahren nachgewiesen werden muss –, hat RENOLIT gemeinsam mit der Freiburger Polysecure GmbH einen Produktmarker entwickelt, der in die Basisfolie eingebracht wird und sich wie ein physikalischer Fingerabdruck über einen Detektor identifizieren lässt. »Am eingebauten Fenster ist es häufig nicht mehr nachvollziehbar, mit welcher Beschichtungsfolie das Kunststoffprofil kaschiert wurde«, beschreibt Stefan Friedrich die gerade in Reklamationsfällen problematische Situation, die zur Entwicklung des Produktmarkers geführt hat.
Alle RENOLIT EXOFOL-Produkte sollen mittelfristig damit ausgestattet werden, in die Produktion eingeflossen ist der Marker bereits erstmals im ersten Quartal 2018. Weil auch diese Maßnahme für den Folienhersteller im Dienste der Sicherheit steht, erhalten die als Kunden registrierten Profil- und Fensterhersteller pro Standort einen Detektor kostenlos; zusätzliche Geräte sind optional erhältlich.