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7. März 2016 | 9:48

Flexibler Einsatz im Berner Oberland

Das seit mehr 105 Jahren im Berner Oberland ver­ankerte Familienunternehmen Ghelma hat sich auf die speziellen Bau­aufgaben im Gebirge aus­gerichtet. Entsprechend wird auch bei der Beschaffung des Maschinenparks großes Augenmerk auf robuste, flexible und transportfähige Anlagen gerichtet. Das war mit ein Grund zur Wahl der neuen GIPO-Brechanlage R90 FDR Giga im letzten Jahr.

Die Firmengruppe Ghelma wird von den Brüdern Sando, Dominik und Mathias Ghelma geleitet und ist im Hoch- und Tiefbau sowie in den Sparten Baustoffe, Materialaufbereitung, Recycling, Deponieren und Entsorgung sowie im Immobiliensektor tätig. Wie Dominik Ghelma betont, hat sich das Unternehmen über die Jahrzehnte ­eine hohe Kompetenz im anspruchsvollen Gebirgsbau erarbeitet. Dazu gehören der Wasser- und Tunnelbau, Straßenunterbau und Mauern sowie Brücken.
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Ghelma SKISAB hat eine neue GIPO R 90 FDR Giga im Einsatz. Die in ihrer Gewichtsklasse leistungsfähigste mobile Prallbrechanlage mit Vorsieb und Nachsiebeinheit wird auch im eigenen Kieswerk zur Herstellung von Brechsand eingesetzt. © Gipo

Ghelma SKISAB hat eine neue GIPO R 90 FDR Giga im Einsatz. Die in ihrer Gewichtsklasse leistungsfähigste mobile Prallbrechanlage mit Vorsieb und Nachsiebeinheit wird auch im eigenen Kieswerk zur Herstellung von Brechsand eingesetzt. © Gipo

Baustoffaufbereitung
Ghelma-Kernkompetenzen im Unternehmensbereich SKISAB sind mineralische Produkte, Natursteine, Recyclingbaustoffe, Steinkörbe und Brechen. Betrieben werden drei Kieswerke, zwei Steinbrüche und zwei Betonwerke. Verarbeitet werden Kalkstein und Grimselgranit. In der Materialaufbereitung und im Recycling sind drei Brecher und eine Siebanlage eingesetzt. Hier werden Fels-, Stein-, Bach- und Aushubmaterial sowie RC-Material wie Beton, Asphalt und Mischabbruch verarbeitet. Die mobilen Anlagen auf Raupen sind binnen weniger Minuten betriebsbereit. Starke Antriebsmotoren erlauben große Brech- und Siebleistungen. Einsatzgebiete sind Baustellen, Steinbrüche, Kiesgruben sowie Rückbauarbeiten. Dank geringer Staub- und Lärmemissionen und der Ausrüstung mit Partikelfiltern ist der Einsatz in Wohngebieten möglich.

Hohe Verfügbarkeit

Seit 2001 sind bei Ghelma Gesteinsbrech- und Siebanlagen im Maschinenpark. Über 14 Jahre war eine GIPO 131 im Einsatz, die anschließend im Steinbruch arbeitete. Als Ersatz kam 2011 eine GIPO R131 Giga Und neu wurde im Vorjahr eine GIPO R90 FDR Giga in Betrieb genommen. Die in ihrer Gewichtsklasse leistungsfähigste mobile Prallbrechanlage mit Vorsieb und Nach­sieb­einheit wird auch im Kieswerk zur Herstellung von Brechsand eingesetzt. Diese Einheit ist zwar kleiner, doch dank einfacherem Transport ist sie vielseitiger einsetzbar, besonders auf Gebirgsbaustellen mit oft engen Zufahrten. Die Anlagen erbringen eine jährliche Leistung von je 800 bis 1 000 Betriebsstunden.
Der jüngsten Neuanschaffung ging eine Maschinenevaluation voraus. Im Praxistest mit einer größeren Anlage eines anderen Herstellers konnte sich GIPO mit dem Brechertyp R90 FDR Giga durchsetzen. Wahlkriterien bildeten dabei die Bauart, die separate 2-Deck-Vorsiebmaschine, die Austragsrinne unter der Prallmühle und das um 180° schwenkbare Rückführband. Vor allem die separate 2-Deck-Vorsiebmaschine als Alleinstellungsmerkmal in dieser Brechergröße bringt Vorteile. Die Vorsiebmaschine trennt die kleine Körnung vom Aufgabematerial und reduziert dadurch die Verschleißkosten in der Prallmühle. Mit der Vorsiebmaschine wird zudem die Brechleistung erhöht. Ghelma ist dank einer Anpassung des Brecherchassis der Transport mit einem Sattelaufliegeranhänger ohne Spezialbewilligung möglich. Bei der Entscheidungsfindung spielte auch die lange gute Zusammenarbeit mit GIPO eine entscheidende Rolle.
Die Prallbrechanlage mit Sieb­einheit überzeugt durch ihre kompakte Bauweise, dem niedrigen Transportgewicht von 26 t, der 2-Deck-Vorabsiebung und der Nachsiebeinheit. Wie die anderen GIGA-Anlagen zeichnet sich die R 90 Giga durch eine hohe Flexibilität aus, in dem sie mit der Nachsiebeinheit betrieben und transportiert werden kann. Mit der Anlage kann das gebrochene Material abgesiebt und somit ein qualifiziertes Endkorn hergestellt werden. Es können in einem Brechvorgang bis zu drei Endkörnungen hergestellt werden. Das vollhydraulische Antriebskonzept bildet das Herz der Anlage. Eingesetzt ist ein Powerpack-Antrieb mit einem Deutz-Motor der Stufe 3B, Typ TCD 7.8 mit 230 kW.

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