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13. April 2015 | 14:26

Ideal für die großen Volumen

Die aus dem Einzugsgebiet des Bachlaufs der Großen Schliere im Kanton Obwalden bei Luzern (Schweiz) anfallenden umfangreichen Geschiebemengen stellen ein willkommenes Primärmaterial für die Beton­aufbereitung dar. Die Aufarbeitung der abgelagerten Bollensteine mit großem Volumen erfordert leistungsfähige Anlagen. Dafür ist seit letztem Herbst bei der Bau AG Alpnach eine raupenmobile Backenbrechanlage mit Siebeinheit von GIPO im Einsatz.

Gipobac B 1170 FDR Giga: Das Einsatzgebiet und das auf­zubereitende Material verlangt eine hohe Robustheit und Mobilität. Die 65 t schwere Anlage arbeitet mit hartgesteinstauglichem Backenbrecher und ist mit Vor- und Nachsieb sowie integrierter Überkornrückführung ausgerüstet. Das Aufgabetrichtervolumen beträgt rund 7,5 m³. © GIPO

Gipobac B 1170 FDR Giga: Das Einsatzgebiet und das auf­zubereitende Material verlangt eine hohe Robustheit und Mobilität. Die 65 t schwere Anlage arbeitet mit hartgesteinstauglichem Backenbrecher und ist mit Vor- und Nachsieb sowie integrierter Überkornrückführung ausgerüstet. Das Aufgabetrichtervolumen beträgt rund 7,5 m³. © GIPO

Die im Ort Alpnach ausgeräumten Ablagerungen aus den beiden Schlieren-Bächen werden in einem nahen Kieswerk zu Betonkies, Kies, Sand, Bollensteinen und Planiermaterial sowie Kiessand und Sickerkies aufgearbeitet. Spezialitäten sind das Koffer- und Fundationsmaterial 0 – 20 mm. Beim anfallenden Gestein handelt es sich um Ennetmoser Stein und Felssturzmaterial, das in seiner ­Entstehungszeit durch Wärme umgewandelt wurde. Dieses wird als Ton/Wasser-gebunde­ne Deck­schicht aufbereitet, die sich natürlich bindet und frostsicher ist. Das Material lässt sich mit Netztaler Stein und Jurakalk vergleichen.

Evaluierung
Die Bau AG hatte bereits einige Jahre mit einem kleineren Brecher gearbeitet. Vorgaben für eine Ersatzbeschaffung waren, wie Dipl. Baumeister Guido Langensand als Teilhaber und Verwaltungsratspräsident der Bau-AG-Muttergesellschaft Bürgi ­erläutert, eine ­optimale Anlagengröße bei der geforderten Mobilität und Handlichkeit.
Basierend auf den Erfahrungen von Bau-AG-Betriebsleiter Thomas Gasser war für die Neuanlage wegen der großen Bollensteine mit bis zu 0,5 m Durchmesser eine für deren Bewältigung geeignete, robuste Anlage zu wählen. In der Evaluierungsphase kamen das umfassende ­GIPO-Know-how und die Erfahrungen des Betriebsleiters der Bau AG zusammen. Dabei hätten auch, wie Langensand betont, die jahrelange Zusammenarbeit mit ­GIPO, die Kompetenzen des Brech- und Siebspezialisten, die hohe Servicebereitschaft in der Nähe und die am Markt erfolgreiche Tätigkeit eine kaufentscheidende Rolle gespielt.

Gipobac B 1170 FDR Giga
Die hohe Flexibilität des im harten Einsatz bewährten raupenmobilen Anlagetyps macht es möglich, das Backenbrecherbasismodell zu erweitern, um es mit oder ohne Siebanlage zu betreiben und zu transportieren. Die Anlage ist mit einem Einschwingen-Backenbrecher B 1170 (Einlauföffnung 1 120 x 680 mm), einer separaten 2-Deck-Vorsiebmaschine, einer 1-Deck-Nachsiebmaschine 1 500 x 3 500 mm (Option 2-Deck) und integrierter Überkornrückführung ausgerüstet.
Mit der separaten 2-Deck Vorabsiebung lässt sich die Endproduktqualität durch das Ausscheiden von verschleißintensivem Feinmaterial, von plattigem Korn und von vorhandenen Verunreinigungen steigern. Im Unterdeck kann, je nach Qualität des Aufgabematerials, ein Drahtsiebgitter eingesetzt werden.
Das gebrochene Material wird von der 1-Deck-Siebmaschine (1500 x 3 500 mm) abgesiebt. Das Überkorn kann seitlich ausgetragen oder in den ­Backenbrecher zurückgeführt werden. Das Überkornrückführband ist für die Funktion als Haldenband auf einer Drehkonsole 180° hydraulisch schwenkbar und steht zur Haldenaufschüttung zur Verfügung.
Im Powerpack ist ein Caterpillar-C9-Dieselmotor der Abgasstufe 3B (261 kW/350 PS) verbaut. Der Brecherantrieb erfolgt wie alle anderen Antriebe per vollhydraulischem Antriebskonzept. Der Hydraulikantrieb ermöglicht den Brechanlauf bei gefülltem Brechmaul und die stufen­lose Drehzahlregulierung bei gleich bleibender Brechkraft.
Das GIPO-Materialflusskonzept vermeidet eine Verengung des Materialstroms, die Systembreiten der Förderelemente »öffnen« sich in Materialflussrichtung. Für den Brechbetrieb benötigt die Brech- und Siebeinheit keine zusätzlichen Abstützungen. Somit kann die Anlage ohne Einschränkungen betrieben und umgesetzt werden.
Die einfache An- und Abkupplung der Siebeinheit an die Brechanlage erfolgt in weniger als 10 Minuten mittels Hydraulikzylinder ohne fremdes Hebegerät. Die gute Zugänglichkeit macht auch den schnellen Wechsel der Siebbeläge möglich.
Das Überkornrückführband ist im Hinblick auf eine hohe Mobilität und kurze Rüstzeiten fest an der Anlage montiert und muss für den Transport nicht demontiert werden. Dank 180°-Schwenkwinkel kann das Überkornrückführband dennoch von der Brechanlage getrennt werden, um eine Reduzierung des Brechanlagentransportgewichts um 7 t zu erreichen.

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