SBM Verlag

Meldungen

 

12. September 2020 | 8:00

Mit dem Unimog ist Wendigkeit Trumpf

»Für mich war klar, da muss ein Ackerschlepper her. Der bekommt einen Anhänger dran und los geht’s«, betont Heiko Kohn, Chef von HK Service in Midlum auf der Nordfriesischen Insel Föhr. So klar wie von Kohn gedacht, war das dann aber kurz darauf schon nicht mehr mit der geplanten Neuanschaffung. Denn als er mit UGV Land & Bau Kommunalgeräte in Rendsburg in Kontakt kam, sah die Welt ganz anders aus: »Ein anderes Fahrzeug als der Unimog wäre unklug gewesen«, so das Fazit von Heiko Kohn.

Einen Unimog U 427 betreibt Heiko Kohn für seine vielfältigen Einsätze auf der nordfriesischen Insel Föhr. © Daimler

Heiko Kohn ist ein typischer »Hans Dampf in allen Gassen«. Auf der Nordseeinsel Föhr geboren, lebte er bis vor wenigen Jahren auf dem Eiland und tüftelte an seiner Erfindung, dem HK-Planierhobel. Das Anbaugerät dient zur Pflege und Neuanlage von Rad-, Wander- oder Wirtschaftswegen, Banketten und Parkanlagen. Überall dort, wo wassergebundene Wege und Flächen bearbeitet werden müssen, bietet sich seine Erfindung an. Die Nachfrage sei international so groß geworden, dass er sein Geschäft irgendwann nicht mehr von der Insel aus betreiben konnte. »Ich musste einfach aufs Festland«, so Kohn.

 

© Daimler

Die Länge macht den Unterschied
Der Schritt war nicht einfach für ihn, aber er hat sich ein Hintertürchen auf die Insel offengelassen: Zusammen mit seinem Sohn Björn gründete er dort das Unternehmen BK Wegebau. Ein Fachbetrieb für Tief- und Erdbau, GaLaBau sowie Bagger- und Abbrucharbeiten. Auf Föhr gibt’s viel zu tun, die Kohns müssen Schuttmulden an- und abfahren und regelmäßig zur Deponie nach Flensburg übersetzen. Und genau dafür musste ein leistungsstarkes Fahrzeug her, das wendig und individuell einsetzbar und vor allem kurz ist. »Auf der Fähre wird nämlich nach Länge abkassiert«, erklärt Unternehmer Kohn. Dass es schließlich ein Unimog U 427 mit einer Länge von 3,15 m mit kommunaler Anbauplatte und K80-Aufnahme für einen Muldenkipper wurde, ist für die Kohns inzwischen »ganz logisch. Wir kommen damit in jeden Hof, können die Mulden nahezu überall flexibel absetzen.«
Das Absetz-Containersystem von Jotha macht’s möglich. Ein 10-t-Anhänger von Müller Mitteltal komplettiert das Gespann, wenn es zum Schutteinsatz geht, etwa bei Hausabbrüchen. Das Fahrzeug ist zweckmäßig für den Familienbetrieb, in die »Extras-Kiste« wurde kaum gegriffen. »Frontzapfwelle und alle erdenklichen Hydraulikanschlüsse sind für uns wichtig«, sagt Heiko Kohn. Ein Räumschild hat er bereits gekauft, mit einem Streuautomaten liebäugelt er und auch ein Auslegermäher wäre interessant.
Es gibt also viele Gründe für Heiko Kohn, regelmäßig auf seiner geliebten Insel nach dem Rechten zu schauen. Spätestens dann, wenn der neue Unimog, den ebenso sein Bruder leidenschaftlich steuert, auch im kommunalen Einsatz ist.


Fakten

Der Unimog auf Expeditionsfahrt abseits asphaltierter Straßen. © Daimler

Auch 2020 ist der Unimog wieder der »Geländewagen des Jahres«
Der Unimog ist überall dort, wo sonst keiner hinkommt. Immer wieder sehen das auch die Leser der Zeitschrift »Off Road« so und wählten ihn zum 16. Mal in Folge zum besten Geländewagen des Jahres in der Kategorie »Sonderfahrzeuge«.
Mit 54,7 % der Leserstimmen belegte der Unimog mit großem Abstand den 1. Platz. Bei Globetrottern erfreut sich der hochgeländegängige Unimog als Basisfahrzeug für Reisen auch abseits asphaltierter Straßen und kann in abgelasteter Version mit 7,49 t zulässigem Gesamtgewicht auch mit dem Pkw-Führerschein Klasse 3 gefahren werden.
»Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Der Unimog ist auch nach bald 75 Jahren das ›ultimative Off-Road-Fahrzeug‹ und hält aktuell den Höhenweltrekord für Radfahrzeuge. Viele seiner genialen Features, wie zum Beispiel die doppelte Dreipunktlagerung der Wohnkabine, machen ihn zum idealen Fahrzeug für Expeditionsfahrten abseits asphaltierter Straßen, in schwerem Gelände oder, wie zuletzt unter Beweis gestellt, für Fahrten auf knapp 7 000 m Höhe auf den höchsten aktiven Vulkan der Welt«, betont Ralf Forcher, Unimog Vertriebs- und Marketing-Chef.


Daimler Trucks & Buses ist einer der größten weltweiten Nutzfahrzeug-Hersteller mit mehr als 35 Haupt-Standorten und rund 100 000 Mitarbeitern. Das Unternehmen vereint die Fahrzeugmarken Mercedes-Benz und Setra als europäische Traditionsmarken, die US-Marken Freightliner Trucks, Western Star und Thomas Built Buses sowie die asiatischen Marken BharatBenz und FUSO. Der Unimog (ursprünglich »Universal-Motor-Gerät«) ist eine Mercedes-Benz-Fahrzeugbaureihe, die von Daimler Trucks gebaut und vertrieben wird.