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26. Oktober 2019 | 8:00

Nachhaltigkeit in neuer Dimension

In Industrienationen wie Deutschland werden längst weitaus mehr Straßenkilometer saniert als neu gebaut. Das bedeutet auch, dass Millionen Tonnen Asphalt abgetragen werden. Die Aufbereitung von Recycling-Asphalt ist ein Gebot zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen. Dieser wichtige Grund für die Wiederverwertung ist aber nur einer von mehreren – auch länderspezifische Vorgaben, die Reduktion von Emissionen und die gesteigerte Wirtschaftlichkeit sind Argumente dafür, auf grüne Technik von Benninghoven zu setzen.

Die Recycling-Technologien von Benninghoven verwandeln den Ausbauasphalt – bestehend aus Gestein in verschiedenen Korngrößen und dem Bindemittel Bitumen – zu »schwarzem Gold«.
So ist in vielen Ländern kaum noch ein Mischgut-Lkw zu einer Baustelle unterwegs, der nicht mit einem Anteil an recyceltem Asphalt beladen ist. Von insgesamt 40 Mio. t jährlich werden inzwischen 12 Mio. t Recycling-Asphalt durch Straßenfertiger eingebaut – alleine in Deutschland. Auch weltweit wird der Ausbauasphalt zunehmend als Ressource entdeckt. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat Benninghoven die Recycling-Trommel im Gegenstromverfahren mit Heißgaserzeuger zur Marktreife geführt. Den Hauptvorteil der Technologie sieht der Hersteller darin, dass sie Nachhaltigkeit und Effizienz gewinnbringend miteinander verbindet.

Der Brenner fährt auf einem Fahrgestell – je nach Betriebszustand – automatisch vor und zurück. Im Nachgang hierzu fährt eine Abschottung ein- bzw. aus. Das Prozedere ist dafür entwickelt worden, damit nach Ausschalten der Feuerung der Brenner keinen Schaden erleidet. Durch die Kaminwirkung, und damit verbunden durch die aufsteigende heiße Luft aus der Recycling-Trommel, wäre der Brenner nicht geschützt. Wird der Brenner wieder gestartet, fährt die Abschottung aus und die gesamte Einheit in die Betriebsstellung.

 

 

12 Millonen Tonnen
Von insgesamt 40 Mio. t jährlich werden inzwischen 12 Mio. t Recycling-Asphalt durch Straßenfertiger eingebaut – alleine in Deutschland.

Die Verarbeitungstemperatur entscheidet

Die Herausforderung beim Heiß-Recycling liegt darin, das Recycling-Material auf die optimale Verarbeitungstemperatur von 160 °C zu bringen, da­bei die Emissionswerte im Normbereich zu halten und das enthaltene Bitumen nicht zu verbrennen – zumal zukünftig immer strengere Normen bzw. Grenzwerte gelten werden.
Als umweltfreundliche, zukunfts- und inves­titionssichere Lösung hat Benninghoven für diese vermeintlichen Zielkonflikte den Heißgaserzeuger konzipiert. Dabei wird das Recycling-Material – wie Weißmineral auch – durch einen Evo-Jet-­Brenner erhitzt, jedoch indirekt in einer Recycling-Trommel im Gegenstrom-Verfahren. Je nach Qualität des verwendeten Recycling-Materials sind dadurch nach Angaben von Benninghoven selbst Zugabemengen von mehr als 90 % möglich.

90 %
Recycling-Material wird indirekt in einer Recycling-Trommel im Gegenstrom-Verfahren durch einen Evo-Jet-Brenner erhitzt. Abhängig von der Qualität des verwendeten Recycling-Materials sind Zugabemengen von mehr als 90 % möglich.

Recyclingtrommel im Gegenstromprinzip mit Heißgaserzeuger – Funktionsweise:
1: Brenner brennt in den Heißgaserzeuger und erwärmt die Umluft intensiv, ebenfalls im Gegenstromprinzip
2: Indirekte Erhitzung des RC-Materials in der Recyclingtrommel über die heiße Luft – kein Flammenkontakt
3: In der Recycling-Trommel wird im Gegenstrom das RC-Material schonend erwärmt, wobei die Gase im Gegenzug abkühlen
4: Das auf Endtemperatur erhitzte Material gelangt direkt in die Vorratssilos bzw. wird dem Mischer zugeführt © ­­Benninghoven

Energieeffiziente und umweltfreundliche Recyclingasphalt-Aufbereitung
Im Unterschied zu klassischen Recycling-Paralleltrommeln werden durch die indirekte Heißgaserwärmung Recycling-Trommeln im Gegenstrom eingesetzt, durch die das Material entgegen der Wärmequelle gefördert wird. Dadurch entspricht die Auslauftemperatur von 160 °C der weiteren Verarbeitungstemperatur, die Abgastemperatur beträgt lediglich etwa 100 °C, liegt aber über dem Taupunkt. Dadurch ergeben sich, so Benninghoven, verfahrensbedingt zentrale Vorteile für Betreiber von Asphaltmischanlagen: Bei der klassischen Recycling-Zugabe im Gleichstromprinzip ist die Temperatur durch entstehende Abgasemissionen auf 130 °C beschränkt, die Abgastemperaturen liegen jedoch physikalisch bedingt darüber, was zu erhöhtem Energieverbrauch und höherer Belastung der Entstaubung führt. Um eine Mischgut-Temperatur von 160 °C zu erreichen, muss Weißmineral überhitzt gefahren werden.
Der Evo-Jet-Brenner kann wie gewohnt mit unterschiedlichen Brennstoffen befeuert werden und liefert die Wärmeenergie, die zur Trocknung und Erwärmung der Recycling-Materialien erforderlich ist. Die erzeugte heiße Luft wird ebenfalls im Gegenstromprinzip mit der Umluft intensiv vermischt. Dabei werden die Kohlenwasserstoffe (Cges), die aus der Umluft stammen, nahezu vollständig eliminiert.

Zweite Recycling-Technik schafft Flexibilität
Die Baureihe BA RPP von Benninghoven kann zusätzlich mit einer zweiten Recycling-Technologie – der variablen bzw. multivariablen Kaltzugabe – ausgestattet werden, mit der bis zu 40 % ausgebauter Asphalt kalt in den Produktionsprozess zugefügt werden können. Damit lassen sich auch kleine Mischgut-Mengen ab 2 t herstellen, was den Mischmeistern große Flexibilität verschafft.

Asphaltmischanlage BA-RPP – Recycling-Anlage: Recycling-Trommel im Gegenstromprinzip mit Heißgaserzeuger.

 


FAKTEN
Benninghoven-Heißgaserzeuger
–  Wirtschaftlich: Die Recycling-Zugabequote kann deutlich gesteigert werden – je nach Qualität auf über 90 + x %.
– Energieeffizient: Der Gesamtbedarf an Energie zum Betrieb der Anlage sinkt.
– Umweltfreundlich: Durch den Einsatz eines Heißgaserzeugers liegen die Emissionswerte deutlich unter dem Normbereich (erfüllt die Anforderungen der TA-Luft).

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