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10. März 2014 | 14:41

Neue Einsatzbereiche für Schneidräder

Schneidräder der Serien ERW und ES des Thüringer Herstellers Erkat kommen in immer neuen Bereichen zum Einsatz. Erschütterungsarm sind mit den Anbauschneidräder Fräs-, Schlitz-, Brech- und Gewinnungs­arbeiten durchführbar. Ob bei der Hafenerweiterung in Hamburg, wo Betonplatten durch Schlitzen rückgebaut wurden, im Koralmtunnel (Österreich), wo für eine neue Eisenbahntrasse Entspannungsschlitze in eine temporäre Spritzbetonsohle gefräst werden mussten, oder bei Straßensanierungen, bei denen sich der Einsatz der ES-Minischneidräder anbietet.

Im Rahmen der baltisch-adriatischen Eisenbahnachse entsteht der Koralmtunnel in Österreich. Hier wurden mit dem Erkat-Schneidrad ERW 600 rund 60 cm tiefe und 120 mm breite Entspannungsschlitze in die dreifach bewehrte temporäre Spritzbetonsohle gefräst. © Erkat

Im Rahmen der baltisch-adriatischen Eisenbahnachse entsteht der Koralmtunnel in Österreich. Hier wurden mit dem Erkat-Schneidrad ERW 600 rund 60 cm tiefe und 120 mm breite Entspannungsschlitze in die dreifach bewehrte temporäre Spritzbetonsohle gefräst. © Erkat

Im Rahmen der Hafenerweiterung in Hamburg werden unter anderem Uferbauwerke, Kaianlagen und Uferbefestigungen auf einer Länge von rund 500 m zwischen dem dortigen Kohlenschiffhafen und dem Vorhafen rückgebaut und mit neuen Abschlussbauwerken versehen. Ein dahinter liegender Geländestreifen von ca. 120 m mit einer Fläche von rund 4 ha wird ebenso rückgebaut. Das ausführende Unternehmen WIWA Wilko Wagner aus Hamburg setzte dabei auf ein Erkat-Schneidrad der Serie ERW 1000 und schlitzt stahlbewehrte Betonplatten geradezu im Eilzugtempo. Angebaut wurde das ERW 1000 an einen Komatsu PC 450. Mit einer hydraulischen Leistung von insgesamt 200 kW und einem Drehmoment von 46 000 Nm fräste das Schneidrad 150 mm breite und bis 800 mm tiefe Schlitze in den Beton der Güte B30 und B40. Moniereisen bis zu einem Durchmesser von 20 mm wurden dabei mühelos zerrissen. Binnen zehn Minuten schaffte das Erkat-Schneid­rad nach Aussagen der Erkat-Kunden WIWA und Klaus Melchior Industrievertretung eine Fräsleistung von bis zu 10 m.

Rückbau von Betonplatten durch Schlitzen im Rahmen der Hafen­erweiterung in Hamburg. © Erkat

Rückbau von Betonplatten durch Schlitzen im Rahmen der Hafen­erweiterung in Hamburg. © Erkat

Schneidrad ERW 600 im
Koralmtunnel in Österreich
Die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt stellt ein wichtiges Teilstück der baltisch-adriatischen Bahnachse von Danzig bis Rimini dar. Der Koralmtunnel, das Kernstück der 130 km langen neuen Hochleistungsstrecke zwischen Graz und Klagenfurt, soll bei seiner Fertigstellung eine Länge von knapp 32,9 km haben, zwei einspurige Tunnelröhren und alle 500 m Querschläge besitzen.

Die Firma Porr aus Österreich ist bekannt für gute Ideen, wenn es um die Erhöhung der Effektivität und der Verbesserung der Qualität im Tunnelbau geht. Im Koralmtunnel (Abschnitt KAT 3) wurden mit dem Erkat-Schneidrad ERW 600 rund 60 cm tiefe und 120 mm breite Entspannungsschlitze in die dreifach bewehrte temporäre Spritzbetonsohle gefräst. Das zwischen den Schlitzen stehen gebliebene Material konnte anschließend mittels Reißzahn bzw. Hydraulikhammer wesentlich leichter und gebirgsschonender ausgebrochen werden.

Straßensanierung mit ES-Minischneidrad ES 45 HD. © Erkat

Straßensanierung mit
ES-Minischneidrad ES 45 HD. © Erkat

Straßensanierung mit
ES-Minischneidrädern
Die Universalfräsen der Erkat-Reihe ES können wahlweise mit einer Frästrommel oder mit einem Schlitzschneidrad ausgerüstet werden. Bei der Anordnung der Rundschaftmeißel auf den Schneidrädern für Beton und Asphalt legte der Hersteller besonderen Wert darauf, dass möglichst schmale Schlitze gefräst und dabei möglichst wenig Werkzeuge verbraucht werden.

Der Einsatz des ES 45 HD zeige sich, so ist man im Hause Erkat überzeugt, als eine ausgezeichnete Alternative gegenüber herkömmlicher Betonschneidtechnik mit Diamantscheiben. Nicht nur die wesentlich höhere Schneidleistung von mehr als 4 m/min überzeuge Kunden, auch die sehr geringen Meißelkosten von lediglich 50 Cent/m und die vergleichsweise geringe Staubentwicklung sprächen für den Einsatz der Minischneidräder. Besonders unempfindlich zeigten sich bei einer Straßensanierung die Rundschaftmeißel beim Fräsen der unter dem Asphalt liegenden Schotterschicht. Die Einsatzmöglichkeiten der ES-Schneidräder in der Straßensanierung gelten als äußerst vielfältig und reichen vom Abtrennen der Asphaltdecke von der Bordsteinkante bis zum selektiven Ausfräsen von Schadstellen in der Straßendecke.

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