SBM Verlag

Meldungen

 

21. Dezember 2015 | 9:26

Schneidräder punkten im Containerhafen

Bei der Suche nach besonders effizienten vibrations- und geräuscharmen Abbruchtechnologien rücken neben den Erkat-Baggeranbaufräsen auch zunehmend die Schneidräder des Unternehmens aus der Reihe Erwetor (ERW) immer stärker ins Blickfeld nationaler und internationaler Abbruchunternehmen. Der führende Hersteller von Baggeranbaufräsen – das bauMAGAZIN berichtete bereits über erfolgreiche Einsätze der Erkat-Querschneidkopffräsen im Bunkerabbruch (Ausgabe 12/2014, Seite 70) – entwickelt Schneidräder seit rund drei Jahren für das Zerfräsen bewehrter Betonplatten. Mit dem Modell ERW 600 wurde im Hafen von Göteborg erst kürzlich eine 600 mm dicke Betondecke in transportfähige Segmente zerschnitten. Auch das größere Modell ERW 1000 kam hier zum Einsatz.

Im Göteborger Hafen musste sich die Erwetor-Schneidradtechnik von Erkat beim Abbruch einer insgesamt 60 000 m² großen Betondecke beweisen. Das Bild zeigt das Modell ERW 1000 mit einem speziellen Betonschneidrad für 580 mm Frästiefe. © Erkat

Im Göteborger Hafen musste sich die Erwetor-Schneidradtechnik von Erkat beim Abbruch einer insgesamt 60 000 m² großen Betondecke beweisen. Das Bild zeigt das Modell ERW 1000 mit einem speziellen Betonschneidrad für 580 mm Frästiefe. © Erkat

Die Aufgabe des Hauptunternehmers Skanska bestand darin, die insgesamt 60 000 m² große Betondecke des Hafendecks eines Containerhafens abzubrechen und zu erneuern. Das führende schwedische Abbruchunternehmen Demcon entschied sich für den Einsatz eines Erwetor von Erkat.
Mit dem Schneidrad wurde die 60 cm dicke und mit bis zu 18 mm dicken Stählen bewehrte Betonplatte in 4 m x 6 m große Segmente zerschnitten, die dann anschließend von einem Kran ­geladen und später zerkleinert wurden. Der Einsatz des ERW 600 reichte bis zu einer Frästiefe von maximal 570 mm, da die untere Bewehrungslage nicht durchfräst werden durfte und erst später bei der Kranverladung durchtrennt werden sollte.
Wesentlich verbessertes ­Vibrationsverhalten
Für den Einsatz im bewehrten Beton hat Erkat eine spezielle Meißelanordnung und Bestückung entwickelt. Diese speziell für den Betonabbruch geeigneten Schneidräder versprechen im Vergleich zu früheren Ausführungen höhere Fräsleistungen und ein wesentlich verbessertes Vibrationsverhalten der Fräse. Dank der extrem robusten

Für den Einsatz im bewehrten Beton hat Erkat eine spezielle Meißelanordnung und ­Bestückung entwickelt. © Erkat

Für den Einsatz im bewehrten Beton hat Erkat eine spezielle Meißelanordnung und ­Bestückung entwickelt. © Erkat

Erkat-Meißelhalter mit auswechselbarer Stahlbuchse wird zudem auch der Verschleiß ­minimiert.
Für den 4 m langen Schlitz im Stahlbeton benötigte die Maschine etwa 18 Minuten, was einer durchschnittlichen Fräsleistung von 12 m/h entspricht. Beim den 6 m langen Schnitten stieg die Fräsleistung gar auf hohe 15 m/h an.
Der durchschnittliche Meißelverbrauch lag aufgrund der doch recht starken Bewehrung bei ca. 0,5 Stück je gefrästen Meter Beton. Nach Aussage des Kunden konnten dank des Erkat-Schneidrades im Vergleich zur konventionellen Seilsägetechnik rund 30 % der Kosten eingespart werden.
Erwetor ERW 1000
Aufgrund des Erfolges des »kleineren« Erwetor ERW 600 auf dieser Baustelle entschied sich der Kunde zur Anschaffung des nächst größeren Modells Er­wetor ERW 1000 mit einem speziellen Betonschneidrad für 580 mm Frästiefe. Die Fräsleistung mit dieser Technik überstieg die Erwartungen des Kunden entscheidend und lag bei sehr hohen 30 m/h. Ein Wert, der im Vergleich zur kleineren ERW 600 einer Verdoppelung entspricht – ebenfalls bei einem Meißelverbrauch auf nur 0,5 Stück pro gefrästem Meter Beton.

© Erkat

© Erkat

Ähnliche Themen

23. Mai 2016

»Eine wirklich Super-Woche«

10. März 2014

Neue Einsatzbereiche für Schneidräder