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13. März 2021 | 8:00

»2020 war ein gutes Jahr für Selbstzapfer«

Beton zum Selbstzapfen – das war auch im vergangenen Jahr das Erfolgsrezept von Beton2Go. Denn trotz der Corona-Krise konnte das Unternehmen mehr Betontankstellen als 2019 verkaufen und sich neue Märkte erschließen. Außerdem entwickelte Beton2Go mit dem »Baustoff-Kiosk« ein Selbstbedienungsterminal, das u. a. GaLaBauern und Recyclern neue Perspektiven eröffnen soll.

Exakt 71 Betontankstellen lieferte Beton2Go im Vorjahr aus und toppte damit das Ergebnis von 2019. Darüber hinaus konnte das Unternehmen seine Präsenz im europäischen Ausland steigern: Es lieferte Anlagen nach Frankreich, Österreich, Tschechien und in die Schweiz. »Das Jahr 2020 war für uns ein Erfolg, weil wir viele interessante Projekte realisieren und mit dem ›Baustoff-Kiosk‹ ein starkes neues Produkt auf den Markt bringen konnten. Im laufenden Jahr wird es insbesondere darum gehen, unsere internationale Präsenz weiter voranzutreiben. Ich hoffe auch, dass wieder mehr Messen stattfinden können, weil der persönliche Kontakt zu Kunden und Interessenten für uns sehr wichtig ist«, betont Lukas Massfeller, Geschäftsführer von Beton2Go.


»Die Reinigung unserer Betontankstelle ist eine saubere Sache. Bei Anlagen anderer Hersteller gehen damit allein monatliche Entsorgungskosten von 200 Euro und mehr einher.«
Lukas Massfeller,
Geschäftsführer von Beton2Go

An der »Tankstelle« wird der Beton für den jeweiligen Kunden gemischt und via Förderband zur Abladefläche transportiert.

Trockenreinigungssystem bringt Vorteile
Die Betontankstelle des Herstellers aus dem Westerwald zeichnet sich nach eigenen Angaben insbesondere durch ein einzigartiges Trockenreinigungssystem aus, das durch den Einsatz eines Planetenmischers möglich wird: Die Anlage wird mit Kies ohne Zugabe von Wasser gereinigt, wobei der Kies den Restbeton bindet. Diese Mischung wird über das Förderband ausgebracht und kann vollständig wiederverwendet werden. Dieses Kreislaufsystem verspricht eine Einsparung von 100 % der Entsorgungskosten einer Zementschlämme und schont damit die Umwelt. »Die Reinigung unserer Betontankstelle ist eine saubere Sache. Bei Anlagen anderer Hersteller gehen damit allein monatliche Entsorgungskosten von 200 Euro und mehr einher«, erklärt Lukas Massfeller.

100 %
Das Kreislaufsystem von Beton2Go verspricht eine Einsparung von 100 % der Entsorgungskosten einer Zementschlämme.

Aus verschiedenen Beton- und Estrichsorten wählt man am »Baustoff-Kiosk« die benötigte Menge ab 0,15 m³ aus und bezahlt per Kredit- oder Girokarte. Dann müssen nur noch das Transportgefäß unter das Auslaufband positioniert und der Mischvorgang per QR-Code gestartet werden. Nach zwei bis drei Minuten wird der Frischbeton gefördert. © Beton2Go

Beton rund um die Uhr,  sieben Tage die Woche
Als innovativ gilt ebenso das SB-Terminal von Beton2Go: Der »Baustoff-Kiosk« ermöglicht es kleinen und mittelgroßen Unternehmen wie GaLaBauern und Recyclern, ihren Beton »24/7« und ohne Kontakt zu Verkaufspersonal zu beziehen (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 10/20, Seite 20). Das SB-Terminal kann bei bereits installierten Betontankstellen nachgerüstet werden. Darüber hinaus arbeitet das System auch autark: Bestellungen für diverse Produkte – etwa aus dem GaLaBau – können über den »Baustoff-Kiosk« abgewickelt werden. Die Betreiber des »Baustoff-Kiosk« können nach der Erstinstallation selbstständig Produkte anlegen, Preise ändern oder Kundendaten bearbeiten.
Im Vorjahr konnte Beton2Go bereits 27 dieser SB-Terminals installieren, und ebenso für 2021 sind bereits einige Auslieferungen eingeplant. »Wir nutzen unseren ›Baustoff-Kiosk‹ auch selbst, um Frischbeton und Schüttgüter zu verkaufen«, sagt Lukas Massfeller, und kündigt eine Weiterentwicklung des Terminals an: »Es wird möglich, das Terminal direkt in die Fakturierungssysteme unserer Kunden zu integrieren, was den Bezahlvorgang vereinfacht und beschleunigt.«


Unternehmen
Massfeller Beton2Go in Herschbach (Westerwald) hat sich auf Betontankstellen für Selbstabholer spezialisiert. Das rund 80 Mitarbeiter beschäftigende Familienunternehmen wird von den Geschäftsführern Peter und Lukas Massfeller geführt. Am Unternehmens- und Produktionsstandort in Herschbach werden seit 2009 auf einem 25 000 m2 großen Gelände die Betontankstellen gefertigt und weiterentwickelt.